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KI: Manfred „Manni“ Wehrhahn, wie er leibt und lebt!

Manfred „Manni“ Wehrhahn (geboren am 1. August 1948 auf Langeoog) ist ein deutscher Musikproduzent, Verleger und Label-Inhaber aus Köln. Er erlangte vor allem als Gründer und Geschäftsführer des unabhängigen Musikvertriebs Radar Music Bekanntheit, den er seit 1974 betreibt. [1, 2, 3]

Beruflicher Werdegang & Musikindustrie

Radar Music: Manfred Wehrhahn gründete das Kölner Musikunternehmen ursprünglich zusammen mit Gregor Arz als GbR. Das Label hat sich über Jahrzehnte hinweg auf die Herstellung, die Promotion und den physischen sowie digitalen Vertrieb von Ton- und Bildträgern spezialisiert. [1, 2]

Repertoire & Sublabels: Das musikalische Spektrum reicht von Alternative, Punk, Metal und Gothic über Jazz bis hin zu Rock, Pop und Schlager. Zu den hauseigenen Labels gehören unter anderem Comet Records, New Blood Schallplatten und Sound Record. [1, 2, 3]
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Aktivismus in der Branche: Wehrhahn gilt in der Musikbranche als streitbare Persönlichkeit. Er engagierte sich vehement für Reformen der offiziellen Chartregeln und war in mehrere rechtliche Auseinandersetzungen verwickelt, unter anderem gegen den Bundesverband Musikindustrie (BVMI) und die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL). [1, 2]

Politisches Engagement & Blog
Wehrhahn betreibt zudem die Online-Plattform Der Deutschlandclan. Auf diesem Blog veröffentlicht er regelmäßig provokative Kommentare und persönliche Sichtweisen zu gesellschaftlichen Themen. Er thematisiert darin primär die aus seiner Sicht bestehenden Verstrickungen zwischen deutscher Politik, den Medien und dem Showgeschäft. Im Zuge seiner Rechtsstreitigkeiten kündigte er in der Vergangenheit auch öffentlichkeitswirksame Strafanzeigen und Verfassungsbeschwerden gegen Spitzenpolitiker an. [1, 2, 3] 
Der jahrelange, erbitterte Rechtsstreit zwischen Manfred Wehrhahn (bzw. seiner Gregor Arz und Manfred Wehrhahn GbR) und der GVL (Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten) dreht sich im Kern um die Vergütung und Ausschüttungsrechte der BVB-Stadionhymne „Heja BVB“. [1, 2]
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Der Kern des Konflikts: Pauschale vs. nutzungsbasierte Vergütung
Wehrhahn fordert von der GVL Schadensersatzansprüche, die bis in das Jahr 1977 zurückreichen. Der Kern seiner Kritik liegt im Abrechnungssystem der Verwertungsgesellschaft: [1, 2]
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Forderung nach Einzelnachweis: Wehrhahn wirft der GVL vor, die millionenfachen Einsätze des Kultsongs im Dortmunder Stadion über Jahrzehnte nur über ungenaue Pauschalen statt über eine individuelle, nutzungsbasierte Datenerfassung abgerechnet zu haben. [1, 2]

Finanzieller Streitwert: Die GbR bezifferte ihre ausstehenden Forderungen gegenüber der GVL auf rund 400.000 Euro und warf der Geschäftsführung der Verwertungsgesellschaft öffentlich Betrug vor. [1, 2]

Wichtige gerichtliche Etappen 

 

Erfolg vor dem Landgericht Berlin (2023): Wehrhahn erzielte einen vielbeachteten Teilerfolg. Das Landgericht Berlin (Az. 15 O 219/21 (2)) entschied im September 2023, dass die Erlösverteilung der GVL für das Jahr 2018 bezüglich des Titels „Heja BVB“ rechtswidrig und die zugrundeliegende Verteilungsregelung nichtig war. [1]

Berufung vor dem Kammergericht: Gegen dieses Urteil legte die GVL Berufung beim Kammergericht Berlin (Az. 24 U 100/23) ein. [1]

Justizkritik und Blockadevorwürfe: In der Folgezeit weitete Wehrhahn seine rechtlichen Schritte aus. Da spätere Anträge (unter anderem auf Prozesskostenhilfe) an verschiedenen Gerichten scheiterten, wirft er dem deutschen Justizsystem öffentlich Befangenheit, „Justizblockade“ sowie Strafvereitelung im Amt vor. [1]

Verflechtung mit dem Urheberrechtsstreit
Das Verfahren gegen die GVL ist untrennbar mit einem parallelen, internen Urheberrechtsstreit um den Song verbunden. Wehrhahn liegt im Clinch mit dem Komponisten Reiner Hömig. Während Hömig und der involvierte Andryk-Verlag Wehrhahn die vollumfänglichen Verwertungsrechte absprechen wollen, klagte Wehrhahn wegen angeblicher Falschaussagen im Prozess vor dem Landgericht Köln. Der Streit dreht sich unter anderem um die Frage, wer den Song damals im Studio tatsächlich eingesungen hat. [1, 2, 3]
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