Helmut Jacobs


- Frühes Ende:
Durch den frühen Tod von Helmut Jacobs am 19. Februar 1977 kam das operative Geschäft des Labels für viele Jahre zum Erliegen. - Geringe Stückzahlen:
Die LPs und Singles wurden damals vorwiegend in sehr kleinen Auflagen bei den Presswerken H. Lamping GmbH (Diepholz) und Pallas gepresst. - Sammlerwert:
Aufgrund der Seltenheit und der geringen Stückzahlen entwickelten sich die originalen Vinyl-Veröffentlichungen über die Jahre zu begehrten Raritäten unter Plattensammlern. - Fortführung:
Heute existiert das Label unter dem Dach von Radar Music (betrieben von Manfred Wehrhahn und Gregor Arz) in Köln weiter. Neben neuen Projekten widmen sie sich auch der Aufarbeitung und Wiederveröffentlichung der alten, raren Aufnahmen aus den 1970er-Jahren.
Manfred Wehrhahn

Manfred Wehrhahn
ist ein deutscher Musikproduzent, Verleger und der Inhaber des unabhängigen Musikvertriebs und Labels Radar Music mit Sitz in Köln.
Das Unternehmen Radar Music
- Gründung:
Das Label wurde ursprünglich im Jahr 1974 von Helmut Jacobs und Manfred Wehrhahn ins Leben gerufen. - Leitung:
Die Geschäfte werden von Manfred Wehrhahn gemeinsam heute mit Gregor Arz geführt. - Musikrichtungen:
Das Repertoire umfasst Genres wie Progressive Rock, Folk, Rock, Pop und Schlager. - Sublabels:
Zum Unternehmen gehören verschiedene historische und spezialisierte Labelmarken wie New Blood Schallplatten, Comet Records, Sound Record und TM-Records.
Aktivitäten und Hintergrund
Wehrhahn und sein Partner widmen sich neben aktuellen Veröffentlichungen intensiv der Aufarbeitung und digitalen Bereitstellung historischer Produktionen aus dem Katalog der ehemaligen New Blood Schallplatten. Diese alten Pressungen und Raritäten genießen heute unter Plattensammlern einen hohen Seltenheitswert. In der Musikbranche fiel der Name Wehrhahn in der Vergangenheit zudem im Zuge von Kontroversen und rechtlichen Auseinandersetzungen rund um Newcomer-Preise und Musikerauszeichnungen.
- Die Forderung:
Wehrhahn behauptet, dass ihm aufgrund seiner damaligen Beteiligung an der Produktion des Liedes über seine Plattenfirma erhebliche Summen an Tantiemen und Leistungsschutzrechten zustehen. Zeitweise forderte er Beträge von rund 400.000 Euro. - Gegenstand des Streits:
Er wirft anderen Beteiligten (wie dem Musiker Reiner Hömig) und Musikverlagen vor, die Rechte unzulässig an seinen Rechtsanwalt Dr. Andryk bzw. den Andryk-Verlag übertragen. Reiner Hömig gelogen, in dem er 2025 behaupt, dass der Sänger Karl-Heinz Bandosz 1977 nicht zur Musikproduktion in Studio gewesen sei und das Lied nicht eingesungen habe und dies seine Crew war, die den Chorgesang eingesungen haben. Herr Hömig blockiert Vergütungen an mich gegenüber der GVL. - Laufende Verfahren:
Wehrhahn führt dazu immer wieder rechtliche Auseinandersetzungen. Zuletzt reichte er unter anderem Klagen gegen die Verwertungsgesellschaft GVL ein, um pauschale Vergütungen für Musiknutzungen in Stadien der 1. und 2. Fußball Bundesliga an den Superstars der Musikbranche vergütet und nicht an den Berechtigten in Form von nutzungsbasiert, was das Landgericht Berlin rechtswidrig einstufte, in Fußballstadien anzufechten.
Es handelt sich hier um Lug und Betrug, die durch die Judikative bedient werden.
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Gregor Arz
Gregor Arz (IT-Entwickler)
- Beruf:
Erfahrener Front-End- und Frontend-Entwickler. - Spezialisierung:
Umsetzung benutzerfreundlicher Oberflächen mit HTML, CSS und JavaScript. - Unternehmen:
Tätig bei der Finanz Informatik, dem zentralen IT-Dienstleister der Sparkassen-Finanzgruppe. .
- Geschäftsfeld:
Das Unternehmen befasst sich mit der physischen und digitalen Herstellung, der Promotion sowie dem Vertrieb von Bild- und Tonträgern. - Sublabels:
Zum Portfolio gehören bekannte Independent-Labels wie New Blood Schallplatten, Comet Records, Sound Record, Popcorn und TM-Records. - Musikrichtungen:
Das angebotene Repertoire deckt eine enorme Bandbreite ab. Diese reicht von Alternative, Punk, Hardcore, Metal und Gothic über Jazz bis hin zu klassischem Schlager. - Firmensitz:
Das Unternehmen ist in Köln im Bereich des Einzelhandels und Vertriebs mit bespielten Ton- und Bildträgern registriert
WIE ALLES BEGANN

Wehrhahn u. Jacobs posieren für einen Bravo Artikel
Begonnen hatte alles in den Jahren 1972/75 mit Schallplatteneinzelaufnahmen. Helmut Jacobs beschäftigte sich seit seinem 17. Lebensjahr hobbymäßig mit Schallplatteneinzelschnitten und hatte seine Aufnahmeanlage immer weiter ausgebaut und erweitert. Er traf 1972 auf Manfred Wehrhahn, der ihn animierte, bestehende Möglichkeiten kommerziell zu nutzen.
Im Oktober 1974 wurde die erste Folienschneideanlage für Stereoschnitte in Betrieb genommen. Die Einzelaufnahmen in Stereo wurden schließlich für Bands und Solisten als Demo, Geschenk oder Erinnerungen propagiert. Das Interesse war so groß, dass man mit der Nachfrage nur schwer Schritt halten konnte.
Grammophonschnitte


Die erste Schneideanlage
Zu dieser Firmengeschichte der Grammophonschnitte trug der Umstand positiv bei, dass Helmut Jacobs Chemie studierte. Er fertigte das Rohmaterial, die so genannten Lackfolien in befriedigender Qualität, die damals am Markt selbst nicht mehr erhältlich waren. Es waren nur noch die für jede Pressung notwendigen Masterplatten vorrätig, die zur Serienfertigung benötigt wurden. Für Einzelschnitte gab es kein Material mehr. Aufgrund der häufigen Nachfrage wurden 1975 auch Lohnpressungen ins Vertriebsprogramm aufgenommen. Durch eigene Fertigung der Folienschnitte und Handkonfektionierung der Hüllen konnte so ein wesentlicher Preisvorteil gegenüber ähnlichen Firmen errungen werden.
18.12.1976 – Medienevent in der Wolkenburg

M. Wehrhahn, Manfred Schmidt und Günther Kresin
Mitte 1976 wurden verschiedene Künstler unter Vertrag genommen. Am 18.12.1976 veranstaltete New Blood Schallplatten ein Medienevent in der Wolkenburg. Der Saal fast ca. 200 Personen. Bis zum letzten Platz kamen die Medienmacher, um New Blood Schallplatten und seine Künstler kennenzulernen! Unteranderem war Manfred Schmidt mit von der Partie, der damals seine Karriere begann und seinerzeit u. a. Udo Lindenberg promotete, dieser Manfred Schmidt wird heute als Strippenzieher der Elite bezeichnet!
„Wenn Christian Wulff und andere Reiche und Mächtige aus Wirtschaft, Politik, Sport und Showbusiness dieser Republik angemessen feiern wollen, ist er zur Stelle: Der Eventmanager Manfred Schmidt organisiert Feiern und bringt Menschen zusammen“, so stern.de.
Manfred Schmidt (* 1949; † 2024[1]) war ein deutscher Eventmanager. Er betrieb die Residenz, einen prominenten Veranstaltungsort am Pariser Platz in Berlin. Zu seinen Kunden bzw. Gästen gehörten vor allem Politiker, Journalisten, Wirtschafts- und Verbandsvertreter.
Radar Music – Willkommen im digitalen Zeitalter
New Blood Schallplatten besteht fort, und zwar heute unter Radar Music Gregor Arz und Manfred Wehrhahn in Köln. Wegen des Todes von Helmut Jacobs am 19.02.1977 war es viele Jahre ruhig um New Blood Schallplatten gewesen. Zurzeit beschäftigen sich Manfred Wehrhahn und Gregor Arz unter anderem auch wieder mit Produktionen aus vergangenen Tagen, da das Interesse an alten New-Blood-Produktionen und den Labeln, wie Sound Record, Popcorn, New Blood Schallplatten und TM- Records fortbesteht. Erst nach vielen Jahren merkten nämlich einige Plattensammler, wie selten die LPs und Singles der Firma waren. Schließlich wurden hauptsächlich bei der Firma Lamping und Pallas in Diepholz nur geringe Stückzahlen gepresst. Eine Single von Maurice Gibb wurde in einer Stückzahl von 100 Exemplaren für einen Bee Gees Fanclub gepresst. Einige LPs sind derzeit fast unbezahlbar geworden! Hier einige Beispiele: Grave 600 €, Prom 450 €, Dorian Gray 200 €, Rockport 3 LPs, die jeweils 200 € kosten, Last Exit 100 €, A&M Two Generation 150 €, FIre Group (Jugoslawien) 800 € und nicht zu vergessen, die erste Single der Höhner und ein Livemitschnitt von einem Rory Gallagher -Konzert in Dortmund, der unter dem Namen Argee Bluesband veröffentlicht wurde.












NEW BLOOD Schallplatten Helmut Jacobs und Manfred Wehrhahn besaßen drei eigene Labels und hatte ein Fremdlabel (Popcom gehörte Rudi von der Dovenmühle) im Vertrieb. Die erste Platte erschien 1975. Da man eine Schneideanlage zur Verfügung hatte, die pö a pö erweitert und ausgebaut werden musste, konnte man die kostspieligen Einzelschnitte, die folgend in galvanischen Bädern zur Pressmatrizen-Fertigung benötigt wurden, zur Herstellung von Serienpressungen weitgehend selbst fertigen.
Unsere Labels:
- New Blood Schallplatten
- Comet Records
- Sond Record
- TM-Records
Man war nicht auf eine Musikrichtung festgelegt: Außer progressivem Rock wurden auch Folk, gewöhnlicher Rock, Pop und Schlager veröffentlicht. Gefertigt wurden die Platten wechselweise bei Pallas (PA) und Lamping (LA), beide auch heute noch im niedersächsischen Diepholz ansässig.
LP NPA 0476 Dorian Gray: Idaho transfer
NLA 1176 Twilight: Country waltz
NPA 3177 Twilight: As a kid
NPA 4177 Rockport: Born to be free
NPA 4277 Orange Rocks: Don`t you know what I ..
NPA 5477 Iff Bennett: A whiter shade of pale
NPA 6077 Rockport: Dark sea
NPA 6478 Last Exit: Fire & desert
NPA 7678 Prom: Fooled again
SPA 275 Grave 1
SPA 1576 Fire Group
SPA 5277 Rockport: Waiting for love
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